MANEO-Wagen auf dem Berliner CSD

Berlin, den 22.07.06

Mit einem eigenen Wagen zeigte MANEO auf dem 28. Berliner CSD starke Akzente. Das Thema des MANEO-Wagens lautete „Homophobie ist heilbar“. Der Wagen fand unter Zuschauern und in den Medien viel Beachtung.

Gesponsort von „ebab – enjoy bed and breakfast“ stach der MANEO-Wagen vielen der 700.000 Besuchern am Straßenrand ins Auge. MANEO hatte seinen Wagen als Krankenwagen dekoriert, während die Mitfahrer als Krankenschwestern verkleidet Bonbons in die Menschenmengen warfen, die gegen Homophobie helfen sollten. Mit der Aktion warb MANEO für mehr Toleranz angesichts anhaltender homophober Übergriffe in der Gesellschaft.

Mit großem Einsatz hatten sich in den letzten Wochen Mitarbeiter und Unterstützer von MANEO getroffen und eine 10 Meter lange und fast 3 Meter hohe Bühnenkulisse unter professioneller Anleitung eines Bühnenbildners gewerkelt. Dabei unterstützt wurden sie vom Kulturzentrum Weisse Rose, die MANEO Räumlichkeiten zur Verfügung stellte, wo die Kulisse nach einer Woche Arbeit fertiggestellt werden konnte.

Mit auf dem Wagen standen neben den Mitarbeitern von MANEO und der MANEO-Gruppe „Tolerancja Po Polsku“ auch Mitglieder der deutsch-französischen Gruppe „Bleublancrose“. Mit dieser Zusammenarbeit unterstrich MANEO erneut sein Bemühen, die Idee des „schwulen Weimarer Dreiecks“ fortzusetzen.

Prominenten Besuch erhielt der Wagen auch von Mechthild Rawert, Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) und Mitglied der SPD-Bundestagsfraktion.

Dem Wagen folgten Vertreter polnischer Organisationen, die sich mit Transparenten bei Berliner Lesben und Schwulen, vor allem auch MANEO, für die Unterstützung des Warschauer CSDs bedankten. „MANEO hatte hinter den Kulissen eine wichtige Rolle gespielt, dem Warschauer CSD zu seinem großen Erfolg zu verhelfen“, erklärte Kamil Zapasnik, Mitarbeiter von Lambda-Warschau.

„Wir sind überwältigt von der Resonanz, die wir mit unserem Wagen erhalten habe“ so Christian Heidrich von MANEO. „Wir sind vor allem über das positive Medienecho überrascht. Wir konnten uns auf vielen Fernsehkanälen wieder sehen, sogar das polnische Fernsehen hatte unseren Wagen gezeigt.

Allein der RBB wies im Zusammenschnitt seiner Liveberichterstattung über den Berliner CSD mehrfach in Wort und Bild auf unseren Wagen hin“, so MANEO-Mitarbeiter Candy Spilski. Im Rahmen seiner Toleranzkampagne verfolgt MANEO mit zahlreichen öffentlichen Aktionen das politische Anliegen, auf die hohe Dunkelziffer nicht gemeldeter und angezeigter Gewalttaten aufmerksam zu machen.

Viele Homosexuelle akzeptieren verbale Angriffe oder sogar auch Überfälle als normales Übel, mit dem sie rechnen und leben müssen. MANEO will Mut machen, darüber nicht länger hinweg zu sehen. MANEO ruft dazu auf, Fälle bei seiner Einrichtung zu melden. MANEO will auch Mut machen, Übergriffe zur Anzeige zu bringen. Deshalb verteilt MANEO im Umfeld des Wagens eine Postkarte mit dem Hinweis, alle Vorfälle zu melden, eben auch verbale Angriffe oder Beleidigungen.

Mit seinem Wagen und seiner Teilnahmen auf dem Berliner CSD macht MANEO auch deutlich, dass es gerade die teilnehmenden Projekte und Organisationen sind, die mit ihren politischen Inhalten dem CSD sein politisches Gesicht geben.


MANEO-Postkarte mit dem Motto des MANEO-CSD-Wagens 2006: „Homophobie ist heilbar“.…

MANEO-Postkarte mit dem Motto des MANEO-CSD-Wagens 2006: „Homophobie ist heilbar“.

© Foto Thomas Gutzmer: MANEO-Wagen auf dem Berliner CSD am 22.07.06.…

© Foto Thomas Gutzmer: MANEO-Wagen auf dem Berliner CSD am 22.07.06.

© Foto MANEO: Auf dem MANEO-Wagen waren alleTeilnehmer als Krankenschwestern verkleidet. DennHomophobie ist heilbar.…

© Foto MANEO: Auf dem MANEO-Wagen waren alleTeilnehmer als Krankenschwestern verkleidet. DennHomophobie ist heilbar.

MANEO mit Themenwagen auf dem Berliner CSD

Berlin, den 19.07.2006

Mit dem Motto „Homophobie ist heilbar“ wird MANEO am 22.07.06 auf dem CSD in Berlin mit einem Themenwagen vertreten sein.

Der Wagen von MANEO wird als Krankenwagen dekoriert. Alle Personen auf dem Wagen treten als Ärzte oder Krankenschwestern auf. Es werden Bonbons in Form von Pillen verteilt, die gegen Homophobie helfen sollen. Musikalisch wird der Wagen von deutscher, polnischer und französischer Tanzmusik begleitet.

MANEO verfolgt im Rahmen seiner im April dieses Jahres begonnenen Toleranz-Kampagne das politische Anliegen, auf das hohe Dunkelfeld nicht gemeldeter Gewalttaten aufmerksam zu machen.

Es sind vor allem die sogenannten „Bagatelldelikte“, die in der Öffentlichkeit nur wenig Beachtung finden. Viele Homosexuelle akzeptieren deshalb verbale Angriffe oder sogar auch Überfälle als normales Übel, mit dem sie rechnen und leben müssen.

MANEO will Mut machen, darüber nicht länger hinweg zu sehen. MANEO ruft dazu auf, Fällebei seiner Einrichtung zu melden. MANEO will auch Mut machen, Übergriffe zur Anzeige zu bringen. Deshalb verteilt MANEO im Umfeld des Wagens eine Postkarte mit dem Hinweis, alle Vorfälle zu melden, eben auch verbale Angriffe oder Beleidigungen.

Der MANEO-CSD-Wagen entsteht in Zusammenarbeit mit der MANEO-Gruppe „Tolerancja Po Polsku“ und der deutsch-französischen Gruppe „Bleublancrose“. Diese Zusammenarbeit fundamentiert die MANEO-Idee des „Queer Weimarer Dreiecks“. Unterstützt wird der Wagen von „ebab – enjoy bed and breakfast und des Schöneberger Kulturzentrums „Weisse Rose“.

Der CSD Umzug beginnt um 12.30 Uhr am Kurfürstendamm, Ecke Knesebeckstraße und endet gegen 17.00 Uhr an der Siegessäule.


MANEO-Präsenz auf dem Lesbisch-Schwulen Stadtfest

Berlin, den 17.07.06

Mit einem Informationsstand präsentierte sich MANEO am 15. und 16.07.06 auf dem Lesbisch-Schwulen Stadtfest.

Während des ganzen Wochenendes, d.h. täglich zwischen 11:00 Uhr und 22:00 Uhr, nutzten Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer von MANEO die Gelegenheit, die Arbeit des Anti-Gewalt-Projektes den Besuchern des Stadtfest zu präsentieren. Als großer Renner erwiesen sich die von MANEO kürzlich der Öffentlichkeit präsentierten Plakate anlässlich der Fußballweltmeisterschaft.

iele Besucher informierten sich bei dieser Gelegenheit über die Arbeit von MANEO. Einige nahmen auch an einer Umfrage von MANEO zu Beobachtungen von schwulenfeindlichen Gewalttaten teil.

Der MANEO-Stand wurde von zahlreichen politischen Gästen besucht, u.a. vom Regierenden Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit und seinem politischen Herausforderer bei der bevorstehenden Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus, dem CDU-Spitzenkandidaten Friedbert Pflüger.

Unter den zahlreichen Gästen befanden sich auch die Bundestagsabgeordneten Claudia Roth (Bündnis 90/ Die Grünen) und Mechthild Rawert (SPD), sowie die Abgeordneten Sascha Steuer (CDU), Peter Kurth (CDU), Dr. Annette Fugmann-Heesing (SPD), Lars Oberg (SPD), Thomas Birk und Volker Ratzmann (Bündnis 90/ Die Grünen), die Jugendstadträtin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schüttler (SPD), und die Bezirksabgeordneten von Tempelhof-Schöneberg Ingo Nürnberger und Margrit Zauner (SPD).

Unter den zahlreichen Gästen am MANEO-Stand befanden sich auch Marc Hartensuer und Team-Kollegen von den Berliner Füchsen. Marc Hartensuer signierte anschließend das neue Plakat von MANEO, an dem er mitgewirkt hatte. Die handsignierten Plakate will MANEO zu einem späteren Anlaß verschenken.

Die Handballer zeigten sich vom Straßenfest beeindruckt. „Stellvertretend für die gesamte Mannschaft der Füchse Berlin unterstütze ich das Projekt MANEO gegen schwulenfeindliche Gewalt. Für die Opfer ist dies eine sehr hilfreiche Einrichtung. Eigentlich ist es traurig, dass in unserer ‚toleranten’ Gesellschaft ein Überfalltelefon für Homosexuelle notwendig ist“, so Marc Hartensuer.


© Foto MANEO: (v.l.n.r.) Mitarbeiter: Christian Heidrich, Bastian Finke, Candy Spilsky…

© Foto MANEO: (v.l.n.r.) Mitarbeiter: Christian Heidrich, Bastian Finke, Candy Spilsky

@ Foto MANEO: Marc Hartensuer (2.v.r) mit Team-Kollegen der Füchse Berlin am MANEO-Stand auf dem Stadtfest…

@ Foto MANEO: Marc Hartensuer (2.v.r) mit Team-Kollegen der Füchse Berlin am MANEO-Stand auf dem Stadtfest

MANEO präsentiert sich auf dem 14. Lesbisch Schwulen Stadtfest am 15./16. Juli 2006 auf dem Nollendorfplatz

Berlin, den 10.07.06

Auch in diesem Jahr wird MANEO - Das schwule Anti-Gewalt Projekt in Berlin mit einem Informationsstand auf dem 14. Lesbisch Schwulen Stadtfest am Nollendorfplatz vertreten sein.

Das Stadtfest wurde von MANEO 1992 als Anti-Gewalt-Projekt ins Leben gerufen. Das Fest wird seit 1998 vom Regenbogenfond e.V. veranstaltet. Wie die Jahre zuvor steht das größte Lesbisch-Schwule Stadtfest Europas unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Klaus Wowereit und der ehemaligen Bezirksbürgermeisterin von Schöneberg Elisabeth Ziemer.

Mit der Präsenz auf dem Stadtfest wird MANEO auf seine aktuellen Anti-Gewalt Projekte aufmerksam machen sowie auf die seit diesem Jahr bestehenden Toleranzkampagne. Auch in diesem Jahr wird MANEO wieder eine eigene Umfrage zu Gewalterfahrungdurchführen. Ebenso möchte MANEO weitere Interessierte und Mitarbeiter für das Projekt gewinnen.

Der Stand von MANEO befindet sich in der Motzstraße am "Informationspunkt 1". Ebenfalls an diesem Informationspunkt sind mit einem Stand vertreten: Mann-O-Meter, der Jugendbereich von Mann-O-Meter sowie die MANEO-Gruppe "Tolerancja po polsku - Toleranz auf Polnisch".




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MANEO zeigt Präsenz auf dem Warschauer CSD

MANEO, den 10.06.2006

Am 08. und 09.06.06 reisten mehrere Mitarbeiter von MANEO zum diesjährigen Warschauer CSD. Unter ihnen befanden sich auch Mitglieder der MANEO-Gruppe „Tolerancja Po Polsku“. Mit der Fahrt nach Warschau wollten sie ihre Solidarität mit ihren polnischen Freundinnen und Freunden demonstrieren.

Äußerungen polnischer Politiker in den Wochen vor dem Warschauer CSD hatten dazu beigetragen, dass die Stimmung in der Öffentlichkeit gegen Homosexuelle in Polen derart angeheizt worden war, dass Übergriffe zu befürchten waren.

In Anbetracht dieser Situation hatte MANEO-Projektleiter Bastian Finke am Rande der „MANEO-Werkstatt“ im Mai in Berlin die Chefs von KPH („Kampagne gegen Homophobie“), „Stiftung für Gleichberechtigung“ (Fundacja Równosci) und Lambda-Warschau aus Polen sowie SOS-Homophobie aus Frankreich zu einem Gespräch eingeladen.

Dabei unterbreitete er verschiedene Vorschläge für eine engere Zusammenarbeit. Die neue Zusammenarbeit, so das Ziel, sollte mit dazu beitragen, den Warschauer CSD als gewaltfreie Bürgerrechtsdemonstration zu schützen. Beschlossen wurde u.a. ein gemeinsamer Appell an die schwul-lesbischen Szenen in den jeweiligen Ländern, die mit dazu beizutragen sollen, dass homophobe Übergriffe den Organisationen gemeldet werden.

Nur eine Dokumentation von Vorfällen bietet die Chance, dass diese auch geahndet werden können. Im Vorfeld des Warschauer CSDs appellierten denn auch alle Organisationen an die Teilnehmer des Warschauer CSDs, alle Vorfälle zu dokumentieren und zu melden.

In einer weiteren Initiative wandte sich Bastian Finke mit einer schriftlichen Anfrage an das Auswärtige Amt. Er bat um Auskunft, ob die Bundesregierung Veranlassung sehe, homosexuellen deutschen Bürgerinnen und Bürgern vor einer Reise nach Polen abzuraten.

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: „Die Bundesrepublik verfolgt die von Ihnen angesprochene Entwicklung mit Aufmerksamkeit. In der Frage des für den 10. Juni in Warschau geplanten Christopher Street Days hat die Bundesregierung gegenüber der polnischen Regierung auch die Bedeutung der Sicherheit der Teilnehmer dieser Veranstaltung unterstrichen.
Die polnische Regierung hat dabei wiederholt versichert, dass sie die Frage der Sicherheit aller Teilnehmer besondere Aufmerksamkeit schenke. Gleichwohl ist nicht auszuschließen, dass es im Umfeld der ‚Parade der Gleichheit’ zu Auseinandersetzungen kommt. Das Auswärtige Amt rät daher zu erhöhter Aufmerksamkeit.“
Viele, die zum CSD nach Warschau fuhren, reisten mit einem mulmigen Gefühl.

Am Vortag des Warschauer CSDs veranstaltete die „Stiftung für Gleichberechtigung“ (Fundacja Równosci) zusätzlich noch eine internationale Konferenz zum Thema „Kultur der Vielfalt“. An der Konferenz nahmen etwa 100 Gäste aus Polen und dem europäischen Ausland teil, unter ihnen die Bundestagsabgeordneten Volker Beck und Claudia Roth (Die Grünen) und Mechthild Rawert (SPD).

In mehreren Workshops beschäftigten sich die Teilnehmer mit Fragen der Emanzipation, mit Fortschritten der Gleichstellung und notwendigen politischen Strategien in Europa.

Weitere politische Gäste aus dem europäischen Ausland reisten am CSD-Samstag nach Warschau. Vor Beginn der Demonstration lud die KPH zu einer Diskussionsrunde ins polnische Parlament ein. An der Diskussion nahmen zahlreiche Politiker nationaler Parlamente und des europäischen Parlaments teil, u.a. aus Polen, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Schweden und Großbritannien. Vertreten waren Politiker konservativer, liberaler und linker Parteien.

Beeindruckend war, mit welcher Deutlichkeit alle die derzeitige polnische Regierungspolitik gegenüber Homosexuellen in Polen verurteilten. Kritisiert wurden nicht nur die Situation in Polen, sondern auch die Haltung russischer und lettischer Behörden und Regierungsvertreter.

Die Teilnehmer sagten zu, dem Thema Homophobie in Europa zukünftig mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Denn Hassgewalt gegen Homosexuelle stelle auch im westlichen Europa nach wie vor eine Herausforderung dar.


© Foto MANEO: Abgeordnete zahlreicher europäischerStaaten nahmen an der Presseconferenz im polnischenParlament teil, u.a. die Bundestagsabgeordneten Mecht-hild Rawert (SPD) und Volker Beck (Bündnis 90/ DieGrünen).…

© Foto MANEO: Abgeordnete zahlreicher europäischerStaaten nahmen an der Presseconferenz im polnischenParlament teil, u.a. die Bundestagsabgeordneten Mecht-hild Rawert (SPD) und Volker Beck (Bündnis 90/ DieGrünen).

© Foto MANEO: Abgeordnete des Europäischen Parla-ments: Lissy Gröner, SPD (Mitte) und Michael Cashman, Vorsitzender der GLBT-Gruppe im Europäischen Parla-ment (Labour Party)…

© Foto MANEO: Abgeordnete des Europäischen Parla-ments: Lissy Gröner, SPD (Mitte) und Michael Cashman, Vorsitzender der GLBT-Gruppe im Europäischen Parla-ment (Labour Party)

DKLB Maneo